Biographische Daten

Orte und Strukturen

 

Thomas Kenkmann, Jahrgang 1966, aus Solingen, studierte an der Universität Köln Geologie. Er promovierte und habilitierte an der Freien Universität Berlin und erhielt 2010 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Geologie und Strukturgeologie an der Universität Freiburg, den er seitdem innehat. Seine mehrfach ausgezeichneten wissenschaftlichen Arbeiten zur Kraterforschung, planetaren Tektonik und Gesteinsmechanik, wurden in etwa 150 Publikationen veröffentlicht.

Thomas Kenkmann begann früh zu zeichnen und zu malen. Bereits zu seiner Schulzeit erregte er mit der Ausstellung „Der gelbe Berg“ erste Aufmerksamkeit. Es folgte eine Ausstellung in Köln mit Zeichnungen. In der Folgezeit stand sein wissenschaftlicher Werdegang im Fokus. Seit 2013 ist Kenkmann in Staufen wohnhaft und ist Mitglied des Kunstvereins ART Bad Krozingen. Eine Auswahl an Bildern ist derzeit in der Galerie Tripp in Staufen ausgestellt.

Das künstlerische Werk besteht einerseits aus graphischen Arbeiten, die meist naturalistisch mit Blei und Kohle gearbeitet sind und Orte zeigen, in denen Kenkmann lebte wie z.B. Solingen, Köln, Berlin, Bad Belzig und Staufen.  Im malerischen Sujet stehen andererseits Landschaften im Vordergrund, die oftmals abstrakte Elemente enthalten und in kräftigen Farbfeldern aufgelöst sind. Die großformatigen, abstrakten Bilder, mit Ölfarbe und Kohle auf Leinwand gefertigt, enthalten gelegentlich Reminiszenzen an geologische Strukturen. Die Dialektik von Naturwissenschaft und Kunst – die eine rational und objektiv, die andere emotional und subjektiv – finden in Kenkmann´s Bildern möglicherweise ihren Niederschlag.